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Schattenkabinett des deutschen Fernsehens: Die Welt als Pose
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen setzt auf junge Moderatoren, die eine ebenso junge Zielgruppe zurück vor den Fernsehschirm holen sollen. Sie stellen ihre Unkonventionalität zur Schau und die Gäste müssen mithalten: Wie die TV-Moderatoren neuen Typs funktionieren.
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Der Dreh läuft unter dem Arbeitstitel Krisenfrühstück. Sarah Kuttner ist dazu mit einem Fernsehteam ins Tonstudio von Tobias Jundt von der Band Bonaparte gekommen. Die Redakteurin drapiert Aufschnitt auf einem Tisch. Der Künstler, sagt sie, habe darum gebeten, Essen mitzubringen. Jundt schaut skeptisch auf die Salami. Die Redakteurin bietet an, die Wurst wegzuräumen. Kuttner und Jundt setzen sich an den Tisch, Kuttner legt sich ein Brötchen auf ihren Teller. „Sieht super aus, wenn Leute beim Reden essen“, sagt sie, lächelt, als würde sie Jundt zu etwas Verbotenem anstiften, das nur ein unangepasstes Individuum wie sie als vorgestrige Etikette entlarvt, und das sogar im Fernsehen.
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