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Rücktritt des Berliner Piratenchefs: Fall Semken: Verrat am Pirat?
Die "Spiegel"-Redaktion beteiligt sich aktiv am Rücktritt des Berliner Parteichefs Hartmut Semken. Und tastet damit das im Pressekodex verankerte Prinzip des Quellenschutzes an.
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Der Quellenschutz ist im Journalismus ein sehr hohes Gut. Kaum ein Skandal, der nicht aufgedeckt worden wäre, wenn nicht ein Informant einem Medium etwas Sensationelles „gesteckt“ hätte. Informanten können, ja müssen darauf vertrauen, dass sie von Journalisten und Redaktionen geschützt werden. Der Pressekodex des Deutschen Presserates hält den Quellenschutz und das Redaktionsgeheimnis sehr hoch. Die Vertraulichkeit könne nur gebrochen werden, wenn es beispielsweise Verbrechen betrifft, oder „wenn nach sorgfältiger Abwägung festgestellt wird, dass das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit höher rangiert als die für die Geheimhaltung angeführten Gründe“.
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