Deutschlands Künstler: Ikone im Keller
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Werkstattbesuch. Schriftsteller Günter Grass gibt in dem Film Einblicke in seinen Arbeitsalltag und reist an wichtige Orte seines Lebens wie Danzig und Paris. Foto: NDR

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Deutschlands Künstler: Ikone im Keller

Ein ARD-Porträt zeigt, wie unnahbar Günter Grass selbst aus der Nähe ist. Dabei gewährt der Autor durchaus Einblicke in seinen Arbeitsalltag.

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Sie hat es wohl geahnt. „Der öffentliche Grass: selbst aus der Nähe unnahbar“, lässt Autorin Dagmar Wittmers den Sprecher gleich zu Beginn ihres Films sagen. Die Bemerkung soll natürlich Spannung und Neugier aufbauen, gibt aber auch unfreiwilliges Zeugnis darüber, was man von diesem Porträt des international berühmtesten lebenden deutschen Schriftstellers im Rahmen der ARD-Reihe „Deutschland, deine Künstler“ erwarten darf – und was nicht. Denn selbst wenn Günter Grass Einblicke in seine Werkstatt gibt oder gemeinsam mit Wittmers nach Danzig oder Paris reist, um frühere Lebensmittelpunkte aufzusuchen: Richtig nahe kommt ihm der Film nicht. Insofern bleibt die ohnehin rhetorische Eingangsbehauptung, es gebe auch „einen Grass jenseits des Starrummels“, ein leeres Versprechen.

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