
© ZDF/Christian Lüdeke
TV-Film „Weihnachtstöchter“: Keinen Giftpfeil schuldig bleiben
Rolf Silbers Tragikomödie „Weihnachtstöchter“ erzählt von drei verkorksten Schwestern im Erbstreit. Doch es ist auch Platz für kleine Heiterkeiten.
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Die Filme von Rolf Silber spielen fast immer in Frankfurt, und in der Regel verpackt er seine Geschichten komisch; „Männer ticken, Frauen anders“ zum Beispiel war ein Wirtschaftskrimi, den Silber als Romanze erzählt hat. Eine Ausnahme bildete „Durch diese Nacht“: In dem Drama hat der hessische Autor und Regisseur seine eigene Gehirnblutung verarbeitet. Ein Aneurysma spielt auch in „Weihnachtstöchter“ eine wichtige Rolle, denn der Film ist nur vordergründig eine Komödie: Nach dem Tod von Großbäcker Johann König (Peter Lerchbaumer) treffen sich drei Halbschwestern an Weihnachten im einstigen Elternhaus, um den Nachlass zu klären, den sie zu gleichen Teilen geerbt haben.
Der Erzeuger ist ihre einzige Gemeinsamkeit, ansonsten könnten sie kaum unterschiedlicher sein: Die älteste Tochter (Gesine Cukrowski) heißt treffenderweise Regina; sie hatte offenbar seit jeher Probleme, ihr Königreich mit den jüngeren Geschwistern zu teilen.
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