Berichterstattung aus Brasilien: Kollektives Kuscheln
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Alle Kameras sind in Brasilien während der WM auf den Fußball gerichtet. Im Mittelpunkt steht dabei auch der inzwischen verletzte Spieler Neymar.

© AFP

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Berichterstattung aus Brasilien: Kollektives Kuscheln

Seit dem Anpfiff zur WM sind die Proteste gegen den Staat und das Sportereignis kein Thema mehr in Brasiliens Medien. Sie kennen nur noch eins: Fußball. Das könnte sich am Dienstagabend wieder ändern.

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Das Spiel gegen Kolumbien ist abgepfiffen, es herrscht gute Stimmung in der Reporter-Kabine von Globo TV. Wie immer bei Partien der brasilianischen Nationalmannschaft hat Galvao Bueno kommentiert, 64-jähriger Seniormoderator und Platzhirsch des Senders. Und wie immer stehen nun zwei Ko-Moderatoren und ein Ex-Fußballer – in diesem Fall Ronaldo – zur Spielbesprechung neben ihm. Es ist eine steife Veranstaltung properer Herren in identischen Anzügen, Krawatten und Posen. Ihre Analyse reicht nicht weiter, als dass es ein sehr spannendes Spiel gewesen sei, das die Seleçao an diesem Freitagabend gewonnen habe. Dutzendfach wird wiederholt, was jeder schon weiß.

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