
© Kai-Uwe Heinrich
"Shababtalk"-Moderator Jaafar Abdul Karim: „Mach dein Ding!“
„Shababtalk“-Moderator Jaafar Abdul Karim ermuntert die arabische Jugend zu einer offenen Diskussionskultur.
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„Warte nicht, was die Medien sagen. Mach dein Ding!“ Das ist die Empfehlung, die Jaafar Abdul Karim, Moderator der Deutsche-Welle-Sendung „Shababtalk“ einem Geflüchteten gibt, der verunsichert ist, weil einige Medien in Deutschland die Migranten an einem Tag willkommen heißen und am nächsten Tag nicht. Jaafar Abdul Karim entscheidet seit Langem selbst, welchen Weg er geht. In seinem Buch „Fremde oder Freunde“ beschreibt er im Kapitel „Als ich noch Ausländer war“, wie er sich bewusst dazu entschieden hat, sich in Deutschland wohlfühlen zu wollen, obwohl er sich anfangs in der nasskalten Herbstzeit allein vorkam und die Angst vieler Geflüchteter beim Gang zur Ausländerbehörde kannte, weil man jedes Wort und jede Geste der Sachbearbeiter mit Sorge verfolgte. Er jedoch setzte dem eine eigene Haltung entgegen: „Ich lasse nicht andere entscheiden, ob ich dazugehöre oder nicht“, sagte Jaafar Abdul Karim am Donnerstagabend in der Diskussionsveranstaltung „Diwan“, die der Tagesspiegel zusammen mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für Freiheit seit über zwei Jahren veranstaltet. Zu den Entscheidungen gehöre aber auch, die Sprache des Landes zu sprechen und sich über die Gesetze und Werte zu informieren.
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