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Veröffentlichte AfD-Mails: Unter Maulwürfen
Der „Spiegel“ zitiert in seiner aktuellen Ausgabe interne Mails der "Alternative für Deutschland". Material, das weit verbreitet ist: Frustrierte AfD-Mitglieder leiten interne Informationen an Journalisten weiter.
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Gut: Wirklich viel Neues hat man über Bernd Lucke nicht erfahren. 3000 interne Mails der „Alternative für Deutschland“ (AfD) hatte der „Spiegel“ in seiner Ausgabe vom vergangenen Samstag analysiert; 3000 Mails, die AfD-Frontmann Lucke an Landesvorsitzende, an den Bundesvorstand oder andere Organe seiner Partei schickte. In den Betreffzeilen standen Wörter wie „Superwichtig“, „Supereilig“ oder „Sorge“; gesendet wurden die Nachrichten oft nachts, denn Lucke ist eine konservative Kreuzung aus Arbeitstier und Kontrollfreak. Der Inhalt des vom „Spiegel“ zitierten Mailverkehrs belegte mehr oder minder das, was viele seit Langem ahnen: Dass sich Bernd Lucke nicht zu schade ist, in ziemlich brauner Brühe zu fischen, um Wählerstimmen zu angeln; dass er aber – im Gegenzug zu manchen AfD-Regionalfürsten wie beispielsweise Alexander Gauland – eher aus strategischen Überlegungen denn aus Überzeugung nach rechts zuckt. In einer Mail schreibt Lucke, man müsse „dem Volk aufs Maul schauen“ und keinesfalls Feuilletonisten-Deutsch mit potenziellen AfD-Symphatisanten reden, denn: Das komme nicht an. Abgesehen von solchen Internas erfuhr man aus dem „Spiegel“-Text einmal mehr, dass Lucke die Wollpullover seines Vaters aufträgt, sonntags mit Anhang in den Gottesdienst pilgert und auch sonst ein biederer bis schräger Vogel ist. Diese Fakten aber stammen nicht aus den zitierten Mails. Sie waren bereits zuvor bekannt und von unzähligen Journalisten zusammengetragen worden, die sich seit Jahren an Lucke abarbeiten.
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