Der "Tatort" aus Dortmund: Unter Wutbürgern
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An der Grenze. Friedemann Keller (Götz Schubert, links) regiert in seinem „Freien Reich Frieden“, davon will sich Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) ein Bild machen.

© WDR/Thomas Kost

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Der "Tatort" aus Dortmund: Unter Wutbürgern

Der Dortmunder „Tatort“ zwischen Kohle-Abschied und Reichsbürgern thematisiert das Misstrauen gegen Institutionen.

Von Hilda Lücker

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Persönliche Betroffenheit, so nannte es Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul. Jene Betroffenheit soll mutmaßlich dafür verantwortlich sein, dass ein 50-Jähriger zu Silvester in seinen Mercedes stieg und in Bottrop aus rassistischen Gründen Menschen überfuhr. Reuls Formulierung kommt in den Sinn beim Sichten des Dortmunder „Tatorts“, auch wenn die Episode den für die Prime Time tauglicheren Titel „Zorn“ trägt. Der Film wird zu einem Destillat all der politischen Erfahrungen, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben: der Aufstieg der Rechtspopulisten, bewaffnete Reichsbürger, die sich vom Staat abkapseln, der Terror des NSU und ein Verfassungsschutz, der nicht nur Akten schreddert, sondern den Rechtsextremismus über V-Männer mitfinanziert.

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