Zu Besuch bei den Amischen in Nordamerika: Beharren im Offline
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Zu Fuß gehen brauchen die Amischen nicht mehr. Für Traktoren gelten strengere Regeln. Keine Gummireifen, damit niemand auf der Straße fährt und das Pferd nicht einspannt.

© dpa

Tagesspiegel Plus

Zu Besuch bei den Amischen in Nordamerika: Beharren im Offline

Eigentlich leben sie wie vor 300 Jahren. Eigentlich sind technische Hilfsmittel verboten. Und eigentlich hat die Welt draußen zu bleiben. Aber nun stoßen die Amischen aufs Internet.

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Wie groß die Familie ist, sieht man an der Wäscheleine. An die 50 Meter ist sie lang, führt vom Wohnhaus bis zum Stall. Die Kleidungsstücke hängen akkurat sortiert, erst Kleider, Schürzen und Hauben für die Frauen, dann Hemden und Hosen für die Männer, zuletzt alles noch einmal im Miniaturformat für die Kinder. Ordentlich ist die Familie also auch. Als Sam Stoltzfus im Einspänner vorfährt, trägt er genau die Kluft, dazu Vollbart und einen Strohhut. Er führt sein Pferd in den Stall, wieder draußen wird er umringt von einer Horde Kinder, und wie sie so da stehen, unter dem Walnussbaum, zwischen Feldern, jedes Mädchen mit einem Schürzchen, jeder Junge mit Hosenträgern, in der Mitte der Patriarch, wirken sie wie Statisten eines Films, der in einer längst vergangenen Zeit spielt.

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