Kunst oder Kommerz bei der Fashion Week: Berlins Modebranche weiß nicht, was sie will
zum Hauptinhalt
Models warten backstage auf den Beginn der Modenschau der Designerin Hoermanseder.

© dpa

Tagesspiegel Plus

Kunst oder Kommerz bei der Fashion Week: Berlins Modebranche weiß nicht, was sie will

Berlin bietet neuerdings Fashion Week für alle. Das Konzept geht nicht auf: Wenn alle kommen können, kommt keiner. Ein Kommentar.

Grit Thönnissen
Ein Kommentar von Grit Thönnissen

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

So nah war die Fashion Week den Berlinern noch nie. Es gab große Bildschirme mit Liveübertragung auf dem Vorplatz des E-Werks, wo die meisten Modenschauen gezeigt wurden, dazu 55 Outfits unter freien Himmel von Berliner Designern. Aber warum war in der Stadt so wenig davon zu spüren wie noch nie? Keine langen Schlangen an Taxiständen, keine Models in der U-Bahn auf dem Weg von einem Casting zum nächsten, keine überfüllten Lokale in Mitte. Am aufgeregtesten waren die britischen kreischenden Teenager, die Hugo Boss extra zum Bejubeln des Auftritts eines einstigen Boygroup-Sängers nach Berlin eingeflogen hatte.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })