Zum Tod von Maximilian Schell: Der Künstlernomade
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„Ich werde verfolgt, renne und renne, immer höher und höher hinauf.“ Maximilian Schell, Schauspieler, Regisseur, Autor und Filmemacher. Fotos: dpa (6)

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Zum Tod von Maximilian Schell: Der Künstlernomade

Intelligent und glamourös: Der Schauspieler und Oscar-Preisträger Maximilian Schell ist tot. Der Lebemann war auch ein rastloses Arbeitstier. Mehr als 100 Titel enthält seine Filmografie.

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Er war der Erste. Der erste deutschsprachige Schauspieler, der nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar als bester Hauptdarsteller gewann. Und das ausgerechnet für seine Rolle in einem Film, der sich mit den Verbrechen der Deutschen während des Nationalsozialismus beschäftige: Stanley Kramers Gerichtsdrama „Das Urteil von Nürnberg“ von 1961. Der blendend aussehende Schell spielt darin einen Verteidiger, der sich als jugendlicher Idealist zwischen versteinerten alten Männern behauptet und im Schlussplädoyer mit wehender Haartolle das Maß der Verstrickung zu relativieren versucht: „Deutschland allein ist nicht schuldig.“ Zum Staraufgebot des Films gehörten Spencer Tracy, Burt Lancaster, Richard Widmark und Montgomery Clift. Der Oscar jedoch ging an Maximilian Schell, er legte den Grundstock zu seiner Hollywood-Karriere.

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