Ermordeter Weltumsegler: Deutscher von Kannibalen verspeist?
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Ermordeter Weltumsegler: Deutscher von Kannibalen verspeist?

Ein 40-jähriger Deutscher ist auf einer Südsee-Insel ermordet und möglicherweise teilweise verspeist worden. Der Weltumsegler aus der Nähe von Hamburg kam von einem Jagdausflug mit einem einheimischen Führer nicht mehr zurück.

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Die Südsee ist verzaubernd und grausam, rätselhafte Kulte werden dort inszeniert, wie jeder Leser weiß, der die Geschichten von Robert Louis Stevenson gelesen hat. Auch der deutsche Weltumsegler Stefan Ramin wird diese Erzählungen gelesen haben, bevor er auf seiner Reise in der Südsee ermordet und möglicherweise teilweise verspeist wurde. Der 40-jährige Wirtschaftsingenieur aus der Nähe von Hamburg war auf der Insel Nuku Hiva mit dem einheimischen Führer Henry Haiti zu einem Jagdausflug ins Landesinnere aufgebrochen. Nach Aussagen seiner drei Jahre jüngeren Lebensgefährtin Heike Dorsch kam Haiti ohne Ramin zurück und forderte sie auf, ihn zu begleiten, ihr Partner habe einen Unfall gehabt. Dorsch berichtete der örtlichen Polizei später, Haiti habe sie unterwegs angegriffen, an einen Baum gebunden und sexuell belästigt. Sie konnte unverletzt entkommen. Von Haiti und Ramin fehlte zunächst jede Spur. Inzwischen aber hat die Polizei einen grausamen Fund gemacht: Halb verkohlte Körperteile eines Mannes wurden entdeckt, ebenso Zähne mit geschmolzenen Plomben sowie Kleidungsstücke. Nach Einschätzung der Behörden gibt es keinen Zweifel, dass ein Verbrechen stattgefunden hat. Inzwischen steht fest, dass es sich um den Deutschen handelt. Ramin war bereits seit drei Jahren mit dem 14 Meter langen Katamaran „Baju“ unterwegs. Er wollte noch rund ein Jahr in Melanesien bleiben und Ende nächsten Jahres in Neuseeland eintreffen.

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