Lonesome George: Doch nicht der Letzte seiner Art?
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Ohne Nachwuchs gezeugt zu haben, starb „Lonesome George“ im Juni 2012. Der Nationalpark erklärte jetzt, sein Tod bedeute „nicht das Ende der Art Chelonoidis abingdoni“, wie die Pinta-Riesenschildkröte mit wissenschaftlichem Namen heißt. Foto: dpa

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Lonesome George: Doch nicht der Letzte seiner Art?

Als die Riesenschildkröte Lonesome George starb, war die Trauer groß. Jetzt haben Forscher auf den Galapagosinseln Schildkröten identifiziert, deren Gene hoffen lassen. Doch deutsche Experten bleiben skeptisch.

Von Michael Schmidt

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Am liebsten schlief er. Viel und lang. Hin und wieder reckte er seinen langen, faltigen Hals aus dem schweren Panzer, blinzelte aus kleinen schwarzen Augen in die Welt, kaute auf ein bisschen Grünzeug herum und schob sich auf seinen unförmigen Beinen gemächlich durch das weitläufige Gehege der Schildkrötenaufzuchtstation der Galapagosinsel Santa Cruz. Mit Weibchen wusste „Lonesome George“ nie recht etwas anzufangen. Mancher fragte sich gar, ob er schwul sei. Selten wohl hat die Welt so viel Anteil am Sexualleben eines Reptils genommen wie bei dieser Riesenschildkröte. Der Grund ist einfach: Der Einsame galt als Letzter seiner Unterart.

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