Weihnachten 1914 an der Westfront: Frieden von unten
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"Stille Nacht, Heilige Nacht". Einer fängt an, alle stimmen ein. Dann schallt es von jenseits der Front: "Good, old Fritz!" Und zurück: "Merry Christmas, Englishmen."

© Reuters

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Weihnachten 1914 an der Westfront: Frieden von unten

Verfeindete Soldaten feiern im Ersten Weltkrieg gemeinsam Weihnachten. Bis ihnen befohlen wird, weiterzutöten. Ein kleiner Frieden im Großen Krieg.

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Die Männer, die hier an der Westfront im belgischen Flandern kämpften, sind alle schon tot. Doch sie haben Spuren hinterlassen in der Erde, die immer wieder aus der Vergangenheit auftauchen. Mal beim Pflügen, wenn einer der Bauern auf scharfe Granaten trifft, die er dann in stählerne Käfige am Ackerrand deponiert, wo sie von Spezialisten der belgischen Armee abgeholt und entsorgt werden. Mal beim Bau einer neuen Straße, wenn wie im vergangenen Sommer Bulldozer auf die Gebeine von Gefallenen stoßen. Allein um die Stadt Ypern herum sind zwischen 1914 und 1918 mehr als 500.000 Männer getötet worden – Engländer, Deutsche, Franzosen, Kanadier, Belgier, Australier; und allein in dieser Gegend wurden im vergangenen Jahr mehr als hundert Tonnen Munition geborgen.

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