Im Südchinesischen Meer aufgespürt: Malaysische Marine stellt chinesische Wrackplünderer
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Festgesetztes chinesisches Schiff nahe Tanjung Siang.

© AFP/Malaysian Maritime Enforcement Agency

Im Südchinesischen Meer aufgespürt: Malaysische Marine stellt chinesische Wrackplünderer

Bei der Aktion entdeckten die Beamten mehrere Metalle und Waffen, die mutmaßlich aus britischen Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Der Kapitän wurde festgenommen.

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Neuer Ärger mit China im Südchinesischen Meer: Die Marine von Malaysia wirft der Besatzung eines chinesischen Schiffes vor, zwei britische Kriegsschiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg geplündert zu haben.

Ein Schiff der malaysischen Marinebehörde (MMEA) habe am Sonntag den im chinesischen Fuzhou registrierten Schleppkahn aufgespürt, als dieser gut 37 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Johor ankerte, berichtete die Zeitung „New Straits Times“ am Dienstag.

Als MMEA-Beamte das Schiff bestiegen, hätten sie darauf Metalle und Waffen entdeckt, die wahrscheinlich von den britischen Schiffswracks stammen. Der Kapitän sei festgenommen worden.

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Marinesprecher Nurul Hizam Zakaria sagte, möglicherweise ankere ein chinesisches „Mutterschiff“ außerhalb malaysischer Gewässer. „Wir untersuchen die Möglichkeit, dass das Schiff zu einem Mutterschiff hin und her gefahren ist, um die gestohlenen Gegenstände abzuladen.“

„Jagd“ auf lange verdächtigtes Schiff

Die Besatzung des nun gestellten Schiffes werde zudem verdächtigt, bereits andere Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg im Südchinesischen Meer geplündert zu haben, darunter in indonesischen, singapurischen, kambodschanischen und vietnamesischen Gewässern, hieß es.

Experten zufolge bringen geplünderte Waffen aus Stahl, Kupfer und Messing sehr viel Geld ein.

This undated photo released by the Malaysian Maritime Enforcement Agency on May 30, 2023, shows an old cannon shell on a Chinese vessel after anchoring near Tanjung Siang on the waters of the Malaysia's Johor state. Malaysia's coastguard said on May 30, 2023 it was investigating if a Chinese vessel was carrying artillery shells looted from World War II wrecks. (Photo by Handout / MALAYSIAN MARITIME ENFORCEMENT AGENCY / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / Malaysian Maritime Enforcement Agency" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Sichergestellte Kanonenteile aus dem Zweiten Weltkrieg.

© AFP/Malaysian Maritime Enforcement Agency

Der Lastkahn hatte der Marine zufolge bereits im Februar die Gewässer von Malaysia angesteuert. „Wir haben nie aufgehört, nach dem Schiff zu suchen. Wir haben unsere Gewässer rund um die Uhr durchkämmt und es gejagt“, sagte Zakaria.

Jedoch sei das Schiff immer wieder vom Radar verschwunden, weil die Crew die GPS-Systeme ausgeschaltet habe.

Das britische Verteidigungsministerium kritisierte die Plünderungen: „Wir verurteilen aufs Schärfste jede Schändung von militärischen Gräbern auf See.“

Bei den Wracks handelt es sich um die Überreste der „HMS Repulse“ und der „HMS Prince of Wales“, die 1941 von japanischen Luftstreitkräften wenige Tage nach dem Angriff auf Pearl Harbour in malaysischen Gewässern versenkt wurden. 842 Männer kamen ums Leben. Die Wracks gelten als Kriegsgräber. (dpa)

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