Ein halbes Jahr nach der Flut: Jammern ist zwecklos
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Ein halbes Jahr nach der Flut: Jammern ist zwecklos

Nach der Flut im vergangenen Sommer ist im bayerischen Fischerdorf alles anders. Mehr als zwei Wochen lang war der kleine Ort an der Donau überflutet, von Normalität kann noch immer keine Rede sein. Mitten im Wiederaufbau üben sich die Einwohner angestrengt in Zuversicht.

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Als das Wasser dann 2,70 Meter hoch im Gastraum steht, bis knapp unter die holzvertäfelte Decke, als kein Mensch mehr da ist, als aus Fischerdorf eine einzige riesige Seenlandschaft geworden ist, da steigt Georg Scheßl ins Schlauchboot. Allein fährt er an diesem heißen Tag im Juni 2013 raus zu seinem im Donau- und Isarwasser untergegangenen Georgenhof. Auf Höhe des ersten Stocks kann er anlegen, er gelangt in ein Gästezimmer. Ein Kasten Bier ist noch da. Scheßl setzt sich auf den Balkon, öffnet eine Flasche Bier, zündet eine Zigarette an und blickt aufs Wasser. „Da dachte ich die ganze Zeit nur ein einziges Wort“, erzählt der 52-Jährige. „Höllenstille.“

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