Fernost: Buddha trägt Gold
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Fernost: Buddha trägt Gold

Mandalay ist Birmas Zentrum traditioneller Handwerkskunst, Bagan das Dorf der Pagoden. Wer dort hinreist, sollte viel Zeit mitbringen.

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Es schmerzt. Allein das Zuschauen bereitet Unbehagen. Dem Besucher werden die Arme schwer und er fasst sich unwillkürlich ans eigene Kreuz. Ohne Unterlass schwingt der dürre, sehnige junge Mann in der stickigen Werkstatt den schweren Vorschlaghammer und lässt ihn auf das lederummantelte Päckchen niedersausen, das auf einem Feldstein im Boden angebracht ist. Gezählte 36 Mal pro Minute rummst der Hammer. Schweiß fließt dem Schläger in Strömen am nackten Oberkörper runter. Eine Stunde lang bis zur ersten Ablösung. Erst nach sechs Stunden sind aus mehreren Goldblechschichten, die jeweils durch feinstes Bambuspapier getrennt sind und stündlich umgeschichtet werden, hauchdünne Plättchen geworden. Wir sind nach dem 20-minütigen Flug von Heho am Inle-See direkt in vorindustrieller Zeit, bei den Goldschlägern von Mandalay gelandet. Erschreckend und faszinierend, was es hier zu sehen gibt.

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