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Reise: Ein Riese in Not
Der Baikalsee, 1637 Meter tief, ist ein Naturwunder. Wissenschaftler sorgen sich um seine Zukunft
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Wie ein kostbares Juwel liegt er da – der Baikal, im Süden Sibiriens. Spätestens seit den Filmen und Büchern von Klaus Bednarz ist er auch ein Sehnsuchtsort deutscher Reisender, die dort die größte Gruppe der ausländischen Besucher bilden. Und doch – sein Zauber ist schwer zu fassen. Ist es sein immenser Artenreichtum, zu großen Teilen sogar endemisch, also nur hier vorkommend, der nur mit den Galapagos-Inseln vergleichbar ist? Genannt seien nur die Baikalrobbe und der vorzügliche Speisefisch Omul. Ist es sein magisches Blau, sein unvergleichliches Farbenspiel im Wechsel der Jahreszeiten und Landschaften? Oder die fragile und doch gewaltige, mit Stürmen, extremen Temperaturen, Erdbeben mitunter sogar bedrohliche Natur? Unesco-Weltnaturerbe und ein See der Superlative ist er ja ohnehin, nämlich der tiefste (1637 Meter), älteste (rund 25 Millionen Jahre) und dank des ebenso winzigen wie gefräßigen Krebstierchens Epichura, das jeder kleinsten, die Sicht trübenden Kieselalge den Garaus macht, auch der klarste See der Welt. Noch.
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