Integration in Berlin: Warum der "Fall Lisa" Russlanddeutsche empört
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Moskau-Marzahn. Spätaussiedler Heinrich Groth hat schon zu Sowjetzeiten für die Rechte der deutschen Minderheit gekämpft. Seit 2002 lebt er in Deutschland.

© Kitty Kleist-Heinrich

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Integration in Berlin: Warum der "Fall Lisa" Russlanddeutsche empört

Lange lebte Heinrich Groth unauffällig in Berlin. Wie die meisten Russlanddeutschen. Der „Fall Lisa“ änderte alles. Nun führt er die Demos gegen Zuwanderer an. Viele seiner Landsleute folgen ihm. Marionetten Putins sind sie nicht – aber wütend.

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Mehr als 150 TV-Sender, per Satellit, auf Russisch. So versprechen es Werbeplakate an der Tür eines Souvenirladens im Carrée Marzahn. Drinnen steht eine Kassiererin, die ihren Namen nicht nennen möchte. „Die Journalisten kommen ständig, filmen alles und meinen, die dürfen das.“ Im Laden hängen Putin-Shirts, die sich nun „ausgezeichnet verkaufen, auch an Deutsche“, DVDs über den Zweiten Weltkrieg, verschnörkelte Tassen und über einer Bücherwand orthodoxe Ikonen. Es sind kulturelle Anker einer Gemeinde, die gerade Halt sucht. Oder wie die Verkäuferin sagt: „Man weiß doch nicht mehr, wem man glauben soll.“

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