Dänemarks dunkle Geschichte: „Grönland wurde wie ein Entwicklungsland behandelt“
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Tradition der Inuit: Das Hundeschlitten-Fahren ist fester Teil der grönländischen Kultur.

© Getty Images/Universal Images Group/REDA/Martin Zwick

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Dänemarks dunkle Geschichte: „Grönland wurde wie ein Entwicklungsland behandelt“

Unterdrückte Inuit, zwangssterilisierte Frauen: Trumps imperialistisches Interesse an Grönland zwingt das Königreich Dänemark, sich seiner kolonialen Vergangenheit zu stellen, sagt der Historiker Niels Brimnes.

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Herr Brimnes, seit Monaten lenkt US-Präsident Donald Trump mit seinen Eroberungsfantasien die weltweite Aufmerksamkeit auf die Arktisinsel Grönland – die als ehemalige dänische Kolonie Fremdherrschaft bereits kennt. Droht sich die Geschichte zu wiederholen?
Zunächst wissen wir nicht, ob Trump Erfolg haben wird. Auch dann würde ich nicht von einer Wiederholung der Geschichte sprechen, denn als Dänemark im 18. Jahrhundert die Kontrolle über Grönland erlangte, geschah dies auf eine andere Weise, als Trump es jetzt versucht.

In den zurückliegenden Monaten hat die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen immer wieder betont, dass Grönland den Grönländern gehört. Aber stimmt das? Die Insel steht schließlich auch heute noch unter dänischer Herrschaft.
Moralisch gesehen gehört Grönland eindeutig dem grönländischen Volk. Es bleibt jedoch ein autonomes, zu Dänemark gehörendes Territorium. Dadurch bleibt Grönland weiterhin von Dänemark in wirtschaftlicher Hinsicht als auch von der Nato und den USA in Bezug auf die Sicherheit abhängig.

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