„Unverschämte Beleidigungen“: US-Botschafter in Polen wütet wegen Kritik an Trump
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(FILES) Wlodzimierz Czarzasty of the Left party gives a press statement prior to the signing of the coalition deal, at the Polish parliament in Warsaw on November 10, 2023. The United States embassy will have "no further dealings" with the speaker of the Polish parliament after claims he insulted President Donald Trump, its ambassador said on February 5, 2026. (Photo by Wojtek Radwanski / AFP)

© AFP/WOJTEK RADWANSKI

„Unverschämte Beleidigungen“: US-Botschafter in Polen wütet wegen Kritik an Trump

Polens Parlamentspräsident sagt, US-Präsident Donald Trump verdiene den Friedensnobelpreis nicht. Der US-Botschafter will daraufhin jeglichen Austausch beenden.

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Kritische Äußerungen des polnischen Parlamentspräsidenten über US-Präsident Donald Trump haben zu einem diplomatischen Zwist zwischen Warschau und Washington geführt.

Der US-Botschafter in Polen, Tom Rose, warf dem polnischen Parlamentspräsidenten Wlodzimierz Czarzasty (oben im Bild) am Donnerstag im Onlinedienst X „unverschämte und unprovozierte Beleidigungen“ gegen Trump vor. Die US-Botschaft werde nun „jeglichen Austausch“ mit Czarzasty abbrechen, der ein „Hindernis“ für gute Beziehungen darstelle.

Niemand dürfe den Beziehungen zwischen den USA und Polen schaden oder Trump gegenüber respektlos sein, erklärte Rose. Der US-Präsident habe „so viel für Polen und die polnische Bevölkerung getan“.

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Schlagabtausch zwischen Tusk und Rose

Polens Regierungschef Donald Tusk sprang seinem Parlamentspräsidenten auf X zur Seite: „Botschafter Rose, Verbündete sollten sich respektieren, nicht belehren.“ Dann fuhr er fort: „Zumindest verstehen wir hier in Polen Partnerschaft so.“

Rose reagierte darauf wiederum mit einer Respektbekundung für Tusk. Dieser sei ein wahrer „Freund und Allierter“ der USA. Rose werde aber „immer ohne zu zögern“ seinen Präsidenten verteidigen.

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Czarzastys Kritik an Trump

Czarzasty hatte am Montag einen gemeinsamen Vorschlag der USA und Israels kritisiert, Trumps Ambitionen für den Friedensnobelpreis zu unterstützen.

Er werde Trump dabei nicht unterstützen, weil er den Friedensnobelpreis nicht verdiene, sagte der Parlamentspräsident. Trump hat den Friedensnobelpreis immer wieder für sich eingefordert, weil er acht Kriege beendet haben will.

Statt sich noch enger mit dem Weißen Haus zusammenzuschließen, solle Polen bestehende Allianzen wie die Nato, die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation stärken, hatte Czarzasty gesagt.

Er kritisierte Trumps Politik, darunter die Einführung von Zöllen gegen europäische Länder, die Drohungen, Grönland zu annektieren, und Trumps Äußerungen zur Rolle von Nato-Verbündeten in Afghanistan.

In Reaktion auf Roses Vorwurf sagte Czarzasty dem polnischen Nachrichtenportal Onet, dass er die USA „stets als wichtigsten Partner Polens“ respektiere. „Deshalb akzeptiere ich die Erklärung von Botschafter Tom Rose mit Bedauern, werde aber meine Haltung zu diesen für polnische Frauen und Männer grundlegenden Fragen nicht ändern.“ (AFP)

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