Vom Starinvestor zum Opfer des Kremls: Wie der US-Geschäftsmann Michael Calvey in die Fänge der russischen Justiz geriet
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Wegen „Betrugs im großen Stil“ wurde Calvey 2019 von der russischen Justiz angeklagt.

© Imago/Itar-Tass/Sergei Karpukhin

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Vom Starinvestor zum Opfer des Kremls: Wie der US-Geschäftsmann Michael Calvey in die Fänge der russischen Justiz geriet

Viele Jahre lang zählte der US-Amerikaner Michael Calvey zu den größten ausländischen Investoren in Russland. Dann wurde er verhaftet und kam ins Gefängnis. Im Interview schildert er seine Erfahrungen.

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Herr Calvey, Sie sind 1992 als US-amerikanischer Auswanderer nach Moskau gekommen. Sie haben dort den ersten russischen Investmentfonds gegründet, der 2007 mehr als eine Milliarde US-Dollar an Kapital von Privatinvestoren einwerben konnte. Erinnern Sie sich noch daran, wie alles begann?
Die 1990er-Jahre waren in Russland eine Zeit großer Hoffnung und Optimismus. Es fühlte sich an, als sei der Kalte Krieg nicht mit einer Niederlage Russlands zu Ende gegangen, sondern als habe das Land einfach die Seiten gewechselt und sich dem Westen angeschlossen. Als Westler war man damals in Moskau äußerst beliebt.

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