Youtube: 20 Millionen Klicks für den "Techno-Wikinger"
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Spiel mit den Muskeln. Matthias Fritschs "Techno-Viking" auf seinem Siegeszug um die Welt.

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Youtube: 20 Millionen Klicks für den "Techno-Wikinger"

Ein Internet-Mem ist ein sich selbst fortpflanzender, immer weiter mutierender Content-Schnipsel. So etwas passiert meist Amateuren. Wie das Internet und Youtube die Videokunst verändern.

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Niemand konnte damit rechnen, am wenigsten der Künstler selbst. Matthias Fritsch, damals Student an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, gelang 2006 ein Coup: Ohne eigenes Zutun wurde eines seiner Videos zum Blockbuster. Schon 2001 hatte Fritsch eine vierminütige Filmsequenz namens „Kneecam No. 1“ ins Netz gestellt. Mit etlichen Jahren Verzögerung begann der Film – zu sehen ist ein zu Techno tanzender „Wikinger“ – sich selbst zu verbreiten. Unter dem Titel „Techno Viking“ dehnte er sich im mittelamerikanischen Raum aus, wanderte über die USA zurück nach Europa, wurde von fremden Menschen kopiert, mit neuer Tonspur versehen, bearbeitet, kommentiert – und immer wieder empfohlen. Mehr als 20 Millionen Klicks generierte er zuletzt allein über Youtube. Ein Internet-Mem nennt sich das: ein sich selbst fortpflanzender, immer weiter mutierender Content-Schnipsel. „So was passiert sonst eigentlich nur Amateuren“, sagt Fritsch heute.

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