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Bilanz des Reformationsjubiläums: Anbetung der großen Zahl
Das Gedenkjahr „500 Jahre Reformation“ ist eine kirchliche und kulturelle Leistungsschau der Superlative. Doch aus der Faszination für die Geschichte springt kaum ein Funke in die Gegenwart über. Eine erste Bilanz.
Von Claudia Keller
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So könnte es gewesen sein vor 500 Jahren, als die Reformation in Wittenberg ihren Anfang nahm: In den Gassen drängten sich Menschen und Tiere, im Morgengrauen hörte man die Hähne krähen und in einer Ecke saß Johann Tetzel und verkaufte Ablassbriefe. So inszeniert Yadegar Asisi das Geschehen in seinem 360-Grad-Panorama und zog damit seit April 400 000 Besucher an – so viele wie keine andere Veranstaltung des Reformationsjubiläums.
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