Bente-Stokke-Edition im Tagesspiegel: Asche auf Papier
Eigentlich wollten wir auf der Titelseite unserer gedruckten Samstagsbeilage "Mehr Berlin" nur ein Werk der Künstlerin Bente Stokke reproduzieren. Dann bot Stokke an, exklusiv für den Tagesspiegel zu arbeiten. Ein Atelierbesuch.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Für manche ist es purer Abfall, für Bente Stokke ein wertvolles Material. Pulvrige Asche, so matt und dunkel, dass sie das Tageslicht nicht reflektiert. Sondern mit ihrer stumpfen Oberfläche einzusaugen scheint. Bente Stokke lässt als Zeichnerin raumhohe Werke entstehen, auf denen sich Asche ablagert. Etwa im Fall von „Wall – Curtain“ 1989 in der Berliner Akademie der Künste – wirkt die Wand, als habe Bente Stokke sie so gleichmäßig wie möglich bedeckt. Das Ergebnis ähnelt einem Vorhang, der an manchen Stellen durchlässig wie zartes Gewebe ist. Der grobe Putz in der Akademie hält die dunklen Partikel unregelmäßig fest und tritt selbst als Struktur hervor.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true