Musical „Planet Egalia“: Aufstand gegen den Penishalter
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Christiane Rösinger (2. v. l.) spielt mit bei ihrem Stück nach dem Roman „Die Töchter Egalias“.

© Dorothea Tuch/HAU

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Musical „Planet Egalia“: Aufstand gegen den Penishalter

Wer radikaler träumt, lebt schöner: Christiane Rösingers feministisches Singspiel „Planet Egalia“ im HAU.

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Auf der Flagge von Egalia prangt als Wappentier der Speerbeißerfisch. Eine Gattung, bei der das Männchen über die Brut wacht – was den Gepflogenheiten in dem nordischen Land mit der Mutterstadt Egalsund entspricht. Hier empfangen die Männer die Kinder. Nicht im biologischen Sinne, die Geburt wird nach wie vor von den Frauen erledigt – bei einer feierlichen Zeremonie im Gebärpalast zu dreistimmigem Wehengesang („Sie kommen und gehen, in Wellen sie schwellen“) samt großer Fruchtwasserhymne. Aber gleich danach werden die Babys den Männern überlassen. Jedenfalls den Glücklichen, die ein Vaterschaftsmatronat ergattern konnten. Die anderen, die alleinstehenden Herrlein, rangieren auf der sozialen Leiter ganz unten und dürfen höchstens Putzdienste verrichten. O Göttin!

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