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Hailu Mergia im Berliner Urban Spree: Aus dem All
Der äthiopische Soundpionier Hailu Mergia gab mit Schlagzeuger Tony Buck und Kontrabassist Mike Majkowski ein grandioses Konzert im Berliner Urban Spree.
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Immer wenn man glaubt, man hätte die Welt erfasst, tauchen von irgendwoher die unbekannten Klänge eines verlorenen Musikers auf, der plötzlich wieder aufgetaucht ist. So wie Hailu Mergia, der in den Siebzigern einer der bekanntesten Musiker Äthiopiens war. Als Leader der legendären Walias Band, zu der auch mal Ethio-Jazz-Begründer Mulatu Astatke gehörte, spielte der Keyboarder in den angesagtesten Hotelbars der Hauptstadt Addis Abeba, begleitete Manu Dibango und jammte mit Duke Ellington. 1982 nutzte er eine USA-Tour, um dem diktatorischen Regime in der Heimat zu entkommen. In Washington DC betrieb er zunächst einen Nachtclub und spielte auf Hochzeiten, bevor er sich in den Neunzigern zur Ruhe setzte, gerade als das französische Label Buda Records begann, mit seiner „Ethiopiques“-Albenreihe den Schatz äthiopischer Musik zu heben, die durch den Soundtrack von Jim Jarmuschs "Broken Flowers" auch in Europa einen Schub bekam.
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