Kultur: Bevor die Platte kam
Eine Ausstellung des Werkbundes rückt die Architektur der „Ostmoderne“ von 1945 bis 1965 ins Licht
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Wen noch nie der Weg in die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität geführt hat – das ist jener Rokokobau am Bebelplatz, den die Berliner „Kommode“ nennen –, der wird im Inneren eine Überraschung erleben. Das Foyer mit Rasterdecke und Pusteblumenleuchten, dieses „Raumkuriosum, in dem friederizianisches Rokoko und Moderne zusammengeträumt sind“, atmet jenen Geist, der in einer Ausstellung des Deutschen Werkbundes an selber Stelle beschworen werden soll. „Ostmoderne“ haben die Kuratoren Andreas Butter und Ulrich Hartung die Anstrengungen der jungen DDR genannt, in der Architekturentwicklung „Weltniveau“ zu erreichen.
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