Calixto Bieito inszeniert an der Berliner Staatsoper: Alles Verdi, oder was?
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Szene aus Giuseppe Verdis „Aida“ an der Berliner Staatsoper.

© Herwig Prammer

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Calixto Bieito inszeniert an der Berliner Staatsoper: Alles Verdi, oder was?

Berauschend schöner Orchesterklang, ein halbes Dutzend Sängerstars: Das sind die Pluspunkte der neuen „Aida“ an der Berliner Staatsoper. Calixto Bieitos Regie dagegen ist eine Frechheit.

Von Frederik Hanssen

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Im Frühjahr, nach der Entscheidung Daniel Barenboims, krankheitsbedingt seinen Posten als Generalmusikdirektor Unter den Linden aufzugeben, befand sich die Berliner Staatskapelle in einer künstlerischen Schockstarre. Die Aura war weg, das Magische, das Barenboim 30 Jahre zuvor in seinen Bann geschlagen hatte. Dieser traditionssatte, dichte, dunkle Klang, den er stets liebevoll gepflegt hatte, wirkte plötzlich stumpf, glanzlos.

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