Kultur: Chavez’ Brüder
„Barbarei und Zivilisation“: Lateinamerikas Überbuch
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Einst gab es zwei Amerikas. Das eine hat Karriere gemacht und dem 20. Jahrhundert seinen Stempel aufgedrückt. Das andere dümpelt meist unterhalb der europäischen Aufmerksamkeitsschwelle herum. Wer dieses zweite Amerika kennen will, wer Gauchos und Caudillos, Fidel Castro und Hugo Chávez begreifen möchte, der schlage nach bei einem Argentinier. Der Mann heißt Domingo Faustino Sarmiento und hat vor gut 150 Jahren ein rechtes Bastard-Buch geschrieben. Landeskundlich-historischer Essay, politisch-philosophisches Pamphlet und Räuberpistole: All das ist „Barbarei und Zivilisation – Das Leben des Facundo Quiroga“. Entstanden ist dieses Überbuch, als sich der 34-jährige Sarmiento 1845 – wieder einmal – ins chilenische Exil geflüchtet hatte. Deswegen klingt der „Facundo“ zunächst wie eine Streitschrift gegen den Diktator Juan Manuel Rosas.
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