Seth: „Vom Glanz der alten Tage“: Finder der verlorenen Zeit
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Über Zeichentische gebeugte Männer und ihre kuriosen Ideen: Eine Seite aus "Vom Glanz der alten Tage".

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Seth: „Vom Glanz der alten Tage“: Finder der verlorenen Zeit

Inuit im Weltall, Mounties auf Roboterpferden - der kanadische Zeichner Seth entführt in „Vom Glanz der alten Tage“ in eine schrullige Parallelwelt und ergründet spielerisch Glanz und Elend der Comic-Geschichte.

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Seth ist der große Nostalgiker unter Nordamerikas Comic-Künstlern. Aber weil dem inzwischen 51-jährigen Zeichner und Autor sehr wohl bewusst ist, dass die gute alte Zeit in Wirklichkeit oft gar nicht so gut war, arbeitet er seit bald 25 Jahren an einem sepiafarbenen Paralleluniversum. In dem begannen die Uhren irgendwann ab Mitte des 20. Jahrhunderts langsamer zu laufen, viele unangenehme Nebenerscheinungen der Moderne traten höchstens in abgemilderter Form auf. Seths von kauzigen Charakteren bevölkerte Welt, die er in der Serie „Palookaville“ sowie sporadischen Einzelbüchern mit feinstem Stilgefühl fortentwickelt, besteht zum einen aus einer idealisierten Retro-Version seiner einstigen Heimatstadt Toronto, zum anderen aus der fiktiven Kleinstadt Dominion City, die an Seths heutigen Wohnort erinnert, das Studentenstädtchen Guelph in Süd-Ontario.

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