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Verdrängte Prekarität: Das Beben
Die Natur als Medium der Erinnerung: Esther Kinskys Roman „Rombo“.
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Es gehört zu den fixen Ideen der modernen Welt, Natur für einen „lovely place“ zu halten – einen Ort, den es zu schützen gilt, weil er so schön, erholsam und neuerdings auch irgendwie wichtig fürs Überleben der Gattung ist. Doch die gelegentlich schambehaftete Idee, man hätte die menschlichen Lebensumgebungen im Griff und könne gar eine väterliche Hand über sie halten, ist ein Missverständnis. Zum einen besitzt der Wille zur Naturbewältigung seine Plausibilität, war Menschheitsgeschichte doch lange ein Kampf gegen die Bedrohungen durch Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Unwetter und wilde Tiere. Zum anderen ist dieser Wunsch nach Naturbeherrschung zwar allerorten spürbar, aber durchaus nicht eingelöst. So einfach liegen die Dinge nicht.
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