Kultur: Das Gedächtnis der Stadt
Bauen mit Logik und Disziplin: Der große Berliner Architekt Josef Paul Kleihues ist tot
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Der nüchterne Westfale konnte leicht als Preuße durchgehen, und als Wahlpreuße fühlte er sich auch. 1933 in Rheine geboren, zum Architekten ausgebildet in Stuttgart, Berlin und an der Ecole des Beaux Arts in Paris, war er als Lehrer im Westen tätig, zuerst 1974 bis 1994 an der Universität Dortmund, dann an der Kunstakademie in Düsseldorf. Doch Kleihues fühlte sich immer zu Berlin hingezogen, in die Stadt Gillys und Schinkels, wo er 1962 sein eigenes Büro eröffnete. Und wenn ihm jetzt die letzte Ehre erwiesen wird, so gilt sie dem bedeutendsten Berliner Architekten der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Mehr noch als Hans Scharoun, der mit seinem Städtebau gescheitert war, gelang es ihm, die Stadt zu prägen.
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