Schlingensief in Brüssel: Das gepflegte Chaos
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Luigi Nonos Oper "Intolleranza" hat Christoph Schlingensief mit Künstlern aus Burkina Faso nachinszeniert.

© Aino Laberenz

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Schlingensief in Brüssel: Das gepflegte Chaos

Wo bitte geht es nach Afrika? Christoph Schlingensiefs Musiktheater „Intolleranza II“ beim Festival des Arts in Brüssel.

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Natürlich warten an diesem Abend alle auf Christoph Schlingensief, das Adventöse, Heilsbringerische, Wünschelrutengängerische ist schließlich Teil seines Welttheaters. Die Deutschen im Saal jedenfalls warten, während Belgier, Franzosen und Engländer das entspannter sehen, allgemeiner, schon aus sprachlichen Gründen und weil sie gar nicht wissen, wer dieser deutsche Künstler mit dem unaussprechlichen deutschen Namen sein soll. Sie wissen nichts von Aufführungen wie „Kunst und Gemüse“ oder vom „Fliegenden Holländer“ in Manaus und dem noch unvollendeten Triptychon „Kirche der Angst“, nichts von Schlingensiefs Krebserkrankung und wie offensiv er diese verkunstet und verkauft, nichts von seinem Traum, in Burkina Faso ein „Operndorf“ zu bauen. Anfang Februar wurde unter großer medialer Anteilnahme in Ouagadougou der Grundstein gelegt.

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