
© Georg Moritz
Ausstellung von Bedri Baykam: Das kranke Kind
Unbedingt politisch: Die Bilder des türkischen Künstlers Bedri Baykam in der Galerie Artist.
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Bedri Baykam hätten die Kuratoren der Berlin Biennale 2012 nicht provozieren können. Künstler, die sich für die Biennale bewarben, hatten sie aufgefordert, auch ihre politische Gesinnung zu nennen. Das kam als Affront an. Für Bedri Baykam dagegen ist das Bekenntnis zur Weltanschauung eine Selbstverständlichkeit. Auf seinen Internetseiten hat der 1957 geborene, international erfolgreiche Künstler seine politische Biografie aufgeschrieben: vom Einfluss des Vaters, eines führenden Politikers der republikanischen Volkspartei CHP, bis zu den eigenen Versuchen, die türkischen Sozialdemokraten gegen die Regierungspartei AKP zu einen. Er verwahrt sich auf seinen Seiten gegen Neoliberalismus und einen eigenen kurdischen Staat, er plädiert für Menschenrechte und für „alle kulturellen Rechte für alle ethnischen Gruppen, eingeschlossen der Kurden“. Baykam, seit 1995 Mitglied der CHP, ist ein Anhänger Atatürks, ein Kemalist, ein Laizist. Als Hardliner gilt er nicht.
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