Begegnung mit Aribert Reimann: Das Maß aller Dinge ist die Stimme
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Aribert Reimann

©  Gaby Gerster

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Begegnung mit Aribert Reimann: Das Maß aller Dinge ist die Stimme

An diesem Sonntag eröffnet die Deutsche Oper Berlin mit der Urauführung „L’Invisible“ von Aribert Reimann ihre Spielzeit. Eine Begegnung mit einem der erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten

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Eine Komponistenwohnung, wie man sie sich vorstellt: Gründerzeitbau in Schmargendorf, schönste West-Berlin-Lage, kein Computer weit und breit, nur ein kleiner Laptop, der verschämt und zugeklappt auf einem Stuhl liegt. Das Wesentliche geschieht hier von Hand, ein Stockwerk höher in der Mansarde, mit Blick bis zum Teufelsberg. Hier also wohnt Aribert Reimann. Der Hausherr empfängt im Schal. Nicht aus Stilgründen, sondern weil er erkältet ist. Kein Wunder, das Pensum des 81-Jährigen gebürtigen Berliners ist immer noch enorm. Er war in Wien, bei den Wiederaufnahmeproben seiner Oper „Medea“, die dort 2010 mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Die Wiederbegegnung war ein ergreifendes Ereignis für ihn: „Ich habe zugelassen, mich zu erinnern“, erklärt er. Ein typischer Reimann-Satz.

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