Trauerkultur im Internet: Das unendliche Begräbnis
zum Hauptinhalt
Seelischer Zwiespalt. Virtuelle Gräber halten die Trauerrituale auf Distanz, verlängern das Leiden aber vielleicht auch unnötig. Screenshots mehrerer Gedenkseiten.

© Fotos/Montage: Kai-Uwe Heinrich

Tagesspiegel Plus

Trauerkultur im Internet: Das unendliche Begräbnis

Totentrauer war lange stumm. Das Internet schenkt den Betroffenen eine neue Sprache und einen Raum für das Gedenken.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Eigentlich wollte Katrin Gebert ihre Doktorarbeit über moderne Bestattungsrituale schreiben, über die individuelle Ausrichtung von Trauerfeiern und besondere letzte Ruhestätten. Doch die junge Ethnologin aus München hatte ein Problem: Niemand wollte mit ihr reden. Die Bestatter nicht, die Angehörigen schon gar nicht. Egal, wo sie hinkam, egal, wie einfühlsam sie vorging, weit und breit nur bedrücktes Schweigen.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })