Literatur nach dem Eurozentrismus: Das Wort im Fleisch
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Postkolonialer Vordenker. Achille Mbembe.

© Heike Huslage-Koch

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Literatur nach dem Eurozentrismus: Das Wort im Fleisch

Was, bitteschön, ist heute europäische Literatur? Die Zeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" weiß Antworten.

Von Gregor Dotzauer

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Über den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs lag noch die Erinnerung an Gasgeruch und Pulverdampf, als der Dichter Paul Valéry genau zwei Möglichkeiten sah. „Wird Europa das werden, was es in Wirklichkeit ist“, fragte er 1919 in seinem Essay „Die Krise des Geistes“, nämlich „ein kleines Vorgebirge des asiatischen Festlands? Oder wird Europa das bleiben, was es zu sein scheint, nämlich: der kostbare Teil des irdischen Universums, die Perle der Kugel, das Gehirn eines riesigen Körpers?“
Hundert Jahre nach diesen von Depression und Hochmut kündenden Sätzen rollt ihr Echo noch immer durch die Selbsterforschungsprozeduren des Kontinents. Auch die jüngste Ausgabe von „Sprache im technischen Zeitalter“ (Nr. 32, vandenhoeck-ruprecht-verlage.com, Einzelheft unter zeitschriften@brocom.de) kommt nicht ganz ohne jenen borderlinehaften Schauer aus, der Valéry erfasst hatte. Sie verleiht ihm allerdings eine entschieden zeitgenössische Note.

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