Kultur: Das zweite Wunder von Bern
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Kultur: Das zweite Wunder von Bern

In der Schweizer Hauptstadt hat Renzo Piano eine Kultstätte für den Maler Paul Klee gebaut

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Sie liegt mit ihren mittelalterlichen Giebeln, dem Münster und dem trutzigen Kuppelbau des Bundeshauses wie eine Feste steil über dem Aare-Fluss, die Schweizer Hauptstadt Bern. Dort ruhte sie lange in sich. Die kulturelle und wirtschaftliche Ausstrahlung der Schweiz verkörperten immer Zürich, Basel oder Genf. In diesem Jahr aber möchte die politische Kapitale aus dem Schatten der weltläufigen Konkurrentinnen treten – als feierten die Berner ihren Aufbruch in eine zweite oder dritte Moderne. So öffnet morgen das von Renzo Piano gebaute Zentrum Paul Klee als neuer Museums-Magnet seine Tore fürs Publikum. Letzte Woche hatte in der Stadt, in der vor 100 Jahren die Relativitätstheorie erdacht wurde, eine spektakuläre Einstein-Schau des Historischen Museums Premiere; und nachdem das legendäre Weltmeisterschaftsstadion von 1954 abgerissen wurde, wird nächsten Monat in Bern-Wankdorf das von Herzog de Meuron entworfene, auf seinem Dach vom größten Sonnenkraftwerk der Welt gespeiste Stade de Suisse eingeweiht.

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