Albert Schweitzer: Der Doktor der Deutschen
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Albert Schweitzer

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Albert Schweitzer: Der Doktor der Deutschen

Vor 100 Jahren hat Albert Schweitzer das Tropenhospital Lambaréné gegründet. Freundeskreise läuten ein Jubiläumsjahr ein, auch in Berlin. Doch im Mythos des Tropendoktors finden sich immer noch zahlreiche Lücken und Leerstellen.

Von Caroline Fetscher

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Er nannte seinen Pelikan Parsifal, liebte Bach und Wagner und spielte die Orgel. Er pflanzte Obst und Gemüse, trug einen Tropenhelm auf dem Kopf und einen schwarzen Säugling auf dem Arm und warnte die Welt vor dem Atomkrieg. So sahen die Bilder aus, die sich Deutschlands Öffentlichkeit in den fünfziger und sechziger Jahren von ihrem Helden, dem Tropendoktor Albert Schweitzer, machte. Millionenfach repräsentierten Fotografien und Anekdoten den väterlichen Freund der Tiere und medizinischen Retter, da draußen, irgendwo in Afrika. Wo die Väter gefehlt hatten, im Sinn von Verfehlung wie im Sinn von Abwesenheit, da entstanden die Repräsentationen von „Albert Schweitzer“. Symbolisch füllten sie eine klaffende Lücke in der vaterlosen Gesellschaft, der sie zugleich den imaginären Ort eines pausenlosen, tröstlichen Heilungsszenarios lieferten: „Lambaréné “.

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