Kultur: Der ewige Reiter
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Kultur: Der ewige Reiter

Skulpturen von Marino Marini in Berlin

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Der Reiter stürzt ins Bodenlose. Mit „Miracolo – L’idea di un’immagine“ von 1969/70 hat der italienische Bildhauer Marino Marini seine jahrzehntelange Beschäftigung mit Reiter und Pferd zu einem Gleichnis der scheiternden Moderne verdichtet. Drei Bronzegüsse der 4,50 Meter hohen, bis an die Grenze zur Abstraktion getriebenen Skulptur gibt es: In Jerusalem erinnert sie an den Holocaust; in Tokio an die Opfer von Hiroshima; in Berlin, wo sie dank des Münchner Stifterpaars Irene und Rolf Becker im November 2003 auf der Spreeterrasse des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses aufgestellt werden konnte, an die Toten des Zweiten Weltkriegs.

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