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Europa im 18. Jahrhundert: Der habsburgische Datenkrake
Immer auf Tuchfühlung mit seinen Untertanen: Monika Czernin porträtiert Kaiser Joseph II. als unermüdlich Reisenden.
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Im Jahr 1777 macht der wie gewohnt inkognito, als Graf von Falkenstein reisende Monarch irgendwo in Frankreich Halt in einer Poststation. Zufällig soll soeben das frisch geborene Söhnchen des Postmeisters getauft werden, und der Fremde bietet sich als Taufpate an. Wie er heiße, will der Priester wissen. Die schlichte Antwort „Joseph“ ist ihm nicht genug, er fragt nach, doch der Reisende bleibt ihm rätselhaft: „Ich dachte, dies genügt. Aber wenn Ihr wollt, nun, dann setzt hinzu: Joseph der Zweite.“ Nun will der Gottesmann, der Formalitäten wegen, nur noch den Beruf des Paten wissen: „Kaiser.“
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