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Christoph Schlingensief und Helmut Kohl: Der Künstler und sein Kanzler
Helmut Kohl und die Künste standen mit dem Rücken zueinander. Nur einer scherte aus: In den 90er Jahren arbeitete sich Christoph Schlingensief an dem Kanzler ab. Aber so richtig.
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Ein Willy Brandt war er nicht. Undenkbar, dass prominente Autoren für Helmut Kohl Wahlkampf gemacht hätten wie für den SPD-Politstar in den frühen 70er Jahren. Kohl und die Künste, sie standen mit dem Rücken zueinander. Was natürlich nicht verhinderte, dass der Kanzler selbst zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung wurde. Vor allem für die Meister des schnellen Striches war die legendäre „Birne“ ein Geschenk, wie es nicht oft vorkommt – gerade ist es mit Donald Trump wieder mal so weit. Die 80er Jahre waren Hochzeit für die politische Karikatur – wegen Kohl, aber auch wegen seines damaligen Antagonisten Franz Josef Strauß.
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