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Gedichte von Jan Koneffke: Der Postbus hupt am First
Jan Koneffke schreibt in dem vierteiligen Gedichtband „Als sei es dein“ über seine Studienzeit in Ost-Berlin und sein Leben in Rumänien.
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„Vertrieb mir meine Zeit / in bundesdeutscher Ahnungslosigkeit“: Dieses selbstironische Fazit zieht der Lyriker, Romancier und Publizist Jan Koneffke aus seiner Berliner Studienzeit Mitte der 1980er Jahre. Der gebürtige Darmstädter verbrachte sie in einer Friedenauer WG, in Wahrheit aber im „Luftreich Schwung und Schwarm“. Seine Mitbewohner waren neben zwei Katzen ein vollbärtiger Chemiestudent, dessen nächtliche Laugen-Experimente die Abflussrohre angriffen, sowie eine „rechthaberische Amerikanistin / Satzdrechslerin Spottdrossel Brillenschlange“; ihre Schreibmaschinennotate fanden offenbar Abnehmer in Ost-Berlin. Über fünf Seiten erstreckt sich dieser autobiografische Rückblick, der sich zwischen entrückter Zeitkapsel mit dezentem Lokalkolorit und einer Ballade der Alltagsschönheiten und Grausamkeiten bewegt.
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