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Haruki Murakamis neuer Roman: Der sechste Finger
Genie und Rezept: Wie Haruki Murakami mit seinem Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ wieder alle Leser betört.
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Ein gutes Buch, sagte ihm einmal sein Freund John Irving, funktioniere wie ein Schuss, den man sich setzt: Hinterher sollten die Leser süchtig sein. Darauf legt es auch Haruki Murakami mit seinem 13. Roman „Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki“ an. Hochkonzentrierter Stoff, der anders als zuletzt sein Monumentalwerk „1Q84“ keinen Moment lang den Verdacht erweckt, er könne gestreckt worden sein. Das ist zwar noch kein literarisches Kriterium, spricht aber, so rezeptartig Murakami wieder verfährt, zumindest für eine handwerkliche Sorgfalt und Suggestionskraft, die Irvings verquasselter Prosa seit Jahren fehlt.
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