Kultur: Die Chefin geht
Sie war leise, aber effektiv: Vier Jahre leitete Valery Smith die Kunstabteilung im Haus der Kulturen. Zum Abschied zeigt sie Experimentelles.
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Die eigene Wohnungstür in Kreuzberg schließt Verena Grimm sorgfältig auf. Andere Mauern durchschreitet sie einfach so. Wer das Video der Künstlerin gesehen und sie auf ihrer Tour durch Berlin begleitet hat, der fragt sich, weshalb sie am Ende überhaupt einen Schlüssel braucht. Die steinernen Wände der Stadt durchquert sie, als seien die Ziegel pures Papier. Ein Tritt, und die alten Mauern haben Öffnungen, die man dort nie vermutet hätte. Durchlässigkeit ist ein Thema der Arbeit. Und natürlich spielt Grimm, 1971 in Mexiko geboren, damit auf die Geschichte Berlins an, jener Stadt, in der sie seit geraumer Zeit lebt. Doch dazu gesellen sich in dem schwarz-weißen Lowtec-Video so viele Verweise auf surrealistische Traditionen oder auf die Geschichte der Videokunst, dass man nur zu gut versteht, weshalb Valerie Smith es in ihre Abschiedsschau genommen hat.
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