
© Katharina Eglau
Tell el-Amarna heute: Die Erben von Echnaton und Nofretete
In der Stadt Minia ruhen seit zwei Jahren die Bauarbeiten des neuen Amarna-Museums – nun sollen die Deutschen das Glanzstück vollenden. Ein besuch in Tell el-Amarna und Umgebung
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Der Zauber der Vergangenheit lässt sich noch erahnen, auch wenn von dem einstigen Stadtbild nur eine hellbraune Sandebene geblieben ist. Einst zogen sich hier Kanäle und Prachtstraßen, standen Tempel und Paläste sowie Werkstätten, deren Kunst bis heute Weltruhm besitzt. Abgesehen von spärlichen Resten aus Grundmauern hat von dem pharaonischen Achet-Aton kaum etwas die mehr als drei Jahrtausende überlebt. Und trotzdem beflügelt diese historisch einzigartige, nur wenige Jahrzehnte existierende Hauptstadt Ägyptens unter Pharao Echnaton und seiner Frau Nofretete bis heute die Fantasie von Forschern und Besuchern. 40 Kilometer südlich der Stadt Minia gelegen, finden derzeit allerdings nur wenige Touristen den Weg nach Tell el–Amarna. Seit den islamistischen Anschlägen in den neunziger Jahren machen die meisten einen großen Bogen um Mittelägypten, lassen sich von Kairo direkt nach Luxor oder Assuan fliegen, obwohl der mittlere Abschnitt des Niltals ebenfalls überreich mit Kulturgütern gesegnet ist.
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