KLASSIK-CD  der Woche: Die Kraft der frühen Jahre
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KLASSIK-CD  der Woche: Die Kraft der frühen Jahre

Sergiu Celibidaches "Berlin Recordings" sind jetzt in einer 12-CD-Box erschienen

Von Frederik Hanssen

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Im Juni 1945 gewinnt ein unbekannter Maestro, der zuvor nur Laien- und Studentenformationen dirigiert hat, den Wettbewerb um die Leitung des Berliner Rundfunk-Sinfonieorchesters. Ende August kann er dann bereits bei den Philharmonikern einspringen, nachdem deren Interimschef Leo Borchardt versehentlich von einem US-Wachsoldaten erschossen worden war. Direkt im Anschluss an das Konzert werben ihn die Musiker ab. Bis 1953 wird Sergiu Celibidache das Musikleben der zerbombten Stadt prägen, mit sagenhaften 400 Auftritten. Der stürmische Rumäne fasziniert die Berliner, sein Feuer, seine Leidenschaft, die mitreißende Musikalität, mit der er einerseits die Klassiker verlebendigt und andererseits ein Repertoire (wieder-)entdeckt, das im Dritten Reich verboten war: Schostakowitsch und Prokofjew, Darius Milhaud und Bela Bartok, jüdische Komponisten aller Epochen, neue Werke britischer und amerikanischer Provenienz.

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