Filmfestival Venedig: Die Nabelschnur der Hoffnung
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Filmfestival Venedig: Die Nabelschnur der Hoffnung

Kino außer Kontrolle: Das 70. Filmfest Venedig eröffnet mit George Clooney und Sandra Bullock, verloren im All.

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Wetterleuchten am Lido. Noch schnell den Himmel über der Adria blankgeputzt, noch rasch die Palmenkübel vor dem Palazzo del Cinema postiert, bevor mit George Clooney und Sandra Bullock die ersten Stars über den roten Teppich laufen. Kein anderes Filmfest der Welt verrät in den Stunden vor seinem Start so freimütig die Wahrheit über sich selbst, über die eigene Künstlichkeit, die Essenz aus Talmi, Kulisse und Pappmaché. Alles Fake: Noch am Vortag stapeln sich Paletten voller Zementsäcke auf dem Festivalgelände, Kräne kurven auf den Uferstraßen herum, Teppiche werden verklebt, Rasenstücke verlegt und die alten Rumpelfahrstühle im Casinò, dem seit Menschengedenken improvisierten Festivalzentrum, mit goldener Farbe angepinselt.

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