Helmut Newton Stiftung: Die nackte Seele
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Helmut Newton Stiftung: Die nackte Seele

Die Helmut-Newton-Stiftung arrangiert ihre Mode- und Starfotos neu. Es sind Dokumente eines unersättlichen Ästheten.

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Es muss etwas passiert sein, seit Helmut Newton 1981 die „Big Nudes“ ablichtete. Und jene frontalen, drahtigen Akte in Springerstiefeln, die die großen Nackten aktuell in der Berliner Newton-Stiftung kontrastieren. In den frühen Körperporträts wirkt der Blick des Fotografen ungebrochen: Seine Frauen tragen Pumps, rasieren sich das Schamhaar und bedienen in erster Linie den Blick des Voyeurs, der aus krasser Untersicht aufschaut. Eine kokette Fantasie des Devoten, dem die monumentalen Akte mit ausweichenden Blicken antworten. Aus den ein Jahrzehnt später entstandenen Bildern blicken die Modelle dagegen direkt in die Kamera. Fixieren ihr Gegenüber subtil aggressiv. Der erotische Kampf entspinnt sich im Kräftemessen, die Verhältnisse sind ungeklärt.

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